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Bürotypen, die ihr in jeder Firma findet – Teil 7

Der Musikproduzent
Seit seinen Teeniejahren ist der Musikproduzent, mangels Gesangstalent oder der Unfähigkeit ein Musikinstrument zu bedienen, als DJ unterwegs. In jungen Jahren veröffentlichte er bereits ein Album, auf welchem er mit grossartigen und «richtig krass ghettotalentierten» Künstlern wie Threewayman, Wuff Cheaky Chow oder 5against1 gearbeitet hat. «Kennsch, oder». Seit diesem Erstlingswerk, welches mit selbstgebasteltem Cover (Musikproduzent in cooler Pose vor urbanem Hintergrund) und einer Auflage von etwa fünfzig Discs, ist jedoch nicht mehr viel passiert. Und trotzdem glaubt der Musikproduzent noch immer an seine Chance, schraubt Nacht für Nacht an seinen Beats und zwingt seine Bürokollegen sich seinen Scheiss anzuhören

Der Superschweizer
Wenn Roger Federer gegen Michael Schlaginsnetz ins Tie-Break geht, der Superschweizer ist dabei. Das Testspiel der Schweizer Fussballnati gegen die Pampers des FC Mumpf, der Superschweizer ist am Start. Und würde es eine Schweizer Meisterschaft im Ameisenrennen geben, auch da würde der Superschweizer den Live Ticker aktiviert haben und mitjubeln, wenn Meisi13 als erste ins Ziel läuft. Superschweizer lieben die Schweiz, essen Toblerone, tragen Globisocken, gehen gerne ans Lauberhornrennen und stehen mit Kuhglocken im Stadion, wenn die Roys Boys/Titanen/Hitzfelds Buben/Petkovics Rote Armee spielt. Versuche nie dem Superschweizer deutsche oder amerikanische Schokolade anzudrehen. Rede mit ihm nie über deine günstigen Einkäufe im grossen Kanton und sag auf gar keinen Fall irgendetwas gegen Roger Federer! Nie! Niemals! Denn in Roger der Superschweizer trusts.
-siehe auch BISCH AU EN SUPERSCHWIIZER?

Der Phrasendrescher
Er trägt ungern Eulen nach Athen. Er bekennt oft Farbe, lässt sich jedoch keinen Bären aufbinden und hat definitiv kein Brett vor dem Kopf. Er kennt sich mit Bauernopfern aus, hat ein Bratkartoffelverhältnis mit seiner Arbeit, spricht oft über die graue Eminenz zu Hause und wirft, wenn es sein muss, im Mitarbeitermeeting auch mal den Fehdehandschuh. Und würde der Phrasendrescher etwas weniger um den heissen Brei reden, würde sein aktuelles Projekt nicht schon wieder vor die Hunde gehen.

Die Metallerin
Metallerinnen sind eine liebenswerte und aufgestellte Bürospezies. Sie wollen keinen Streit, arbeiten gut und sind oft mit grosser Intelligenz ausgestattet. Der Eindruck Metallerinnen sind depressive Wesen aus der Unterwelt trügt, denn obwohl sie Musik von Bands mit Namen wie «As I lay dying», «Kill me slowly and let me bleed till my body is dry» oder «Wir vergewaltigen unsere Gitarren und verkaufen es als Musik» hört, ist sie in Wirklichkeit mit viel Humor ausgestattet. Sei dir jedoch bewusst, dass Metallerinnen ein äusserst hartes Konzertleben führen, headbangen und dementsprechend am nächsten Morgen nicht angesprochen werden dürfen. Du kannst dich bei der Metallerin beliebt machen, wenn du ihr nach einem Konzert frühmorgens Kaffee und Gipfeli hinstellst. Aber sprich sie nicht an!

Der Kampfsportler
Er wirkt wie ein steter Pol der Ruhe und trainiert seine Kampfkunst in jeder freien Minute. Um zehn Uhr morgens steht er am Fenster und macht seine Katas, nachmittags um vier rennt er mit den beiden Escrima-Stöcken raus in Training. Dies macht er natürlich nicht im Geheimen, sondern weist stets öffentlich darauf hin, denn der Kampfsportler ist Wirklichkeit ein Glory Hunter, der nur darauf wartet seine Männlichkeit vorzüglich im Kampf demonstrieren zu können, in der Hoffnung vom weiblichen Geschlecht endlich als Alpha Tierchen wahrgenommen zu werden. Ja, Kampfsportler sind asoziale Wesen, sich mit Ihnen anzufreunden kann im Ausgang jedoch sicherheitstechnische Vorzüge haben.

Der Terrarianer
Er liebt Spinnen, Käfer und Würmer. In seinem Tiefkühlfach lagern neben dem eingefrorenen Kalbfleisch immer gut zehn tote Mäuse, welche er an seine Schlangen verfüttert. Der Terrarist erzählt gerne leidenschaftlich von seinem Mitbewohnern mit den geschätzt tausend Beinen. Und mit Vorliebe erzählt er dies vor oder während des Mittagessens, damit seine Kollegen keinen Bissen mehr von ihren Spaghetti Bolognese essen mögen.

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Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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